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Die Susenburg im Harz

Die Susenburg (auch Sausenburg) ist ein Ortsteil (südwestlich) des Höhlenortes Rübeland im Harz. Der Ortsteil entstand in den 1950er Jahren mit dem Hintergrund, dass man Wohnplatz für Arbeiter der expandierenden Harzer Kalk- und Zementwerke benötigte.


Burg und Geschichte
 

Der Name des Ortsteils entstammt wohl der Sage, dass auf der oberhalb des Ortes sich befindenden Burg einmal eine Prinzessin Suse gelebt habe. Teile der Burg, von der sich das Bodetal Richtung der Königshütter Talsperre (Überleitungstalsperre Königshütte) weit überblicken lässt, lassen sich noch heute erkennen (allerdings wirklich nur Fragmente; alte Treppenstufen usw.). Diese Fragmente wurden bei neuzeitlichen Straßenarbeiten nordöstlich der entstehenden Siedlung entdeckt.

Die Burg wurde urkundlich nie erwähnt, der Name tauchte nur vereinzelt in diversen Inventarlisten auf; so z. B. beinhaltet die Inventarliste der Hüttenwerke der Grafen zu Stolberg von 1555 folgenden Eintrag: sousenburgk, doruff ist ein Bergfried. Außerdem wird die Burg im 13. Jahrhundert als Holzstätte der Grafen zu Regenstein erwähnt. Es wird vermutet, dass die Burganlage aus der Zeit Heinrich des I. (876–936) stammt. Ungeklärt bzw. fraglich ist, ob die ca. 160 m lange und 60 m breite Anlage jemals komplett fertiggestellt wurde. Wahrscheinlich ist die Anlage seit spätestens um 1700 wüst.

Johann Wolfgang von Goethe schreibt auf seiner dritten Harzreise (die beherrscht war vom starken Interesse an geologischen Gegebenheiten) am 7. September 1784:

„Von Elbingerode heraus Marmor, eine halbe Stunde davon nach der Susenburg zu am Dukborns-Kopf, der auch Marmor ist, fand sich eine quarzige Gesteinsart, die weiterhin über Schnapphahns-Grund häufiger vorkommt; es ist ein graulicher Quarz, in den weiße Quarzkörner eingesprengt sind; in dem nächsten Wäldchen scheint wieder Schiefer zu wechseln. Auf der Susenburg steht dieses Gestein auf dem Schiefer und setzt mit einem Rücken bis an die Bude (Bode) hinab, die merklichen Trennungen desselben streichen hor. 7, und das Fallen der Bänke ist gegen Abend. Man hält diese Felsen gemeiniglich für die Mauern einer alten Burg.“

Die Burgruine ist heute eine Station auf dem historischen (Wander-)Weg der deutschen Kaiser und Könige des Mittelalters.

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